"Technotop" - Pflege als
Gemeinschaftsaktion
EIN NEUER ZUG IM KREIS e.V.
Im Frühjahr und Herbst des vergangenen Jahres wurde auf der Bahntrasse
Göppingen - Boll von den Naturfreunden Göppingen und dem Naturkundeverein,
in Zusammenarbeit mit dem Förderverein EIN NEUER ZUG IM KREIS eine
botanische Erhebung durchgeführt. Ziel dieser Begehungen war es
festzustellen, welche schützenswerte standorttypische Pflanzen sich links
und rechts der Trasse angesiedelt haben, und wie man diese erhalten kann.
Zugrunde gelegt wurde zum Einen, dass das fast von Göppingen nach Boll
durchgehende Biotop erhalten bleibt, zum Anderen, dass die Gleistrasse vom
störenden Bewuchs freigehalten werden kann. Die Ergebnisse dieser Erhebung
und die daraus nötigen Aktionen wurden den Bürgermeistern der
Anliegergemeinden überreicht.
Der Förderverein EIN NEUER ZUG IM KREIS hält bereits seit mehreren Jahren
die eigentliche Gleistrasse so gut es geht vom Bewuchs frei, die Flächen
rechts und links der Trasse blieben aber in diesem Zeitraum unangetastet.
Zur Erstellung eines so genannten "Technotopes", die Verbindung zwischen der
Technik, also der Gleistrasse, mit dem angrenzenden Biotop ist der Aufwand
erheblich größer, da hierbei auch Großgeräte eingesetzt werden müssen.
Als "Pilotprojekt" einer Gemeinschaftsaktion von Grundstücksbesitzern und
den beteiligten Vereinen wurden ca. 300 m Trasse am Eschenbacher Bahnhof in
Richtung Heiningen ausgewählt. Auf diesem Abschnitt befinden sich mehrere
schützenswerte alte Obstbäume, die völlig eingewachsen sind. Weiter ist die
Trasse durch starken Eschenbewuchs gefährdet. Dank des Entgegenkommens der
Gemeinde Eschenbach konnte zum ersten Mal eine Gemeinschaftsaktion
diesbezüglich durchgeführt werden.
Nachdem bereits im Dezember 2002 vom Förderverein die Gleistrasse vom
Bewuchs freigemacht wurde, startete letzte Woche die Gemeinschaftsaktion: Am
Montag und Dienstag fällten Mitarbeiter des Verbandsbauhofes die Eschen an
den Bahndämmen. Am Mittwoch war dann der von der Baufirma Weiss dem
Förderverein EIN NEUER ZUG IM KREIS zur Verfügung gestellte Zweiwegebagger
an der Reihe. Mit Hilfe einer Schneideeinrichtung wurden die Obstbäume an
den Bahndämmen vom störenden Bewuchs befreit. Mit der dem Förderverein
gehörenden Transportdraisine wurde ca. 150 Kubikmeter Schnittgut zur
Verladestelle abgefahren. Den Transport zum Kompostplatz besorgten dann
wiederum die Männer vom Verbandsbauhof. [Zurück zur Übersicht 2003] |
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